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Monatsspruch Juli-August 2017

Ich bete darum, dass eure Liebe immer noch reicher
werde an Erkenntnis und Verständnis.

Philipper 1,9


Gedanken zum Monatsspruch



Der Umgang mit unseren zwischenmenschlichen Beziehungen ist manch-mal ein großes Geheimnis: Warum behandeln wir Menschen unterschied-lich? Warum sehen wir in einigen Menschen Rivalen und in manchen lie-benswerte Menschen? Warum fühlen wir uns manchmal gut, wenn es eini-gen nicht gut geht und warum haben wir Mitleid mit anderen, wenn es ihnen nicht gut geht?
In diesem Dilemma befinden sich die Christen in der Gemeinde in Philippi. Sie gehen sehr liebevoll und fürsorglich mit Paulus um. Sie versorgen ihn auf seinen Missionsreisen mit Geld und begleiten seinen Dienst mit viel Fürsorge. Dieselben Christen in Philippi gehen aber miteinander nicht be-sonders fürsorglich und liebevoll um. Sie waren sehr überheblich. Jeder dachte höher von sich. Sie fühlten sich groß, wenn sie sich gegenseitig klein und wertlos machen konnten.
Wie soll Paulus mit diesem gegensätzlichen Verhalten umgehen?
Da Paulus weiß, dass die moralische Keule selten funktioniert, versucht er den Blick der Christen auf den Ursprung, die Quelle ihres Glaubens, zu richten: Jesus selbst. Wenn er den Christen in Philippi schreibt, dass er dafür betet, dass ihre Liebe noch mehr an Verständnis und Erkenntnis wächst, dann meint er damit, dass sie sich den Ursprung ihres Glaubens immer wieder bewusst machen und ihn vertiefen sollen.
Der Grund ihres Glaubens ist nämlich Jesus selbst. Sie sollen sich ein Bei-spiel an Jesus nehmen: Er hat den Himmel verlassen, ist Mensch gewor-den, hat sich erniedrigt bis zum Tod am Kreuz. Jesus hat seine Liebe zu ihnen darin gezeigt, dass er sich zu ihnen erniedrigt hat. Wenn sie es sich immer wieder bewusst machen, dass Jesus sich vom Himmel zu ihnen ge-beugt hat, dann werden sie auch diese Haltung hin zu den anderen Ge-schwistern einüben können.
Im Alltagstrott sehe ich oft nur die Menschen, die mich umgeben und ver-gesse die Liebe Jesu, auf der mein Leben und Glauben gründet. Ich brau-che auch immer wieder die Erinnerung, dass mein Glaube auf dieser Lie-be, die sich zu mir gebeugt hat, gründet.
Je mehr ich verstehe und verinnerliche, was Jesus getan hat, umso leich-ter wird es sein, den Nächsten anzunehmen und zu lieben. Umso fester wird das Fundament meiner Liebe und meiner Taten sein.

Pastor Johann Vollbracht










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