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Monatsspruch Juli / August 2016

Der Herr gab zur Antwort: Ich will meine ganze
Schönheit vor dir vorüberziehen lassen und den
Namen des Herrn vor dir ausrufen.
Ich gewähre Gnade, wem ich will,
und ich schenke Erbarmen, wem ich will.

2.Mose 33,19


Gedanken zur Nachfolge

Noch nicht am Ziel, aber ganz auf das Ziel ausgerichtet
Es ist also nicht etwa so, dass ich das ´alles` schon erreicht hätte und
schon am Ziel wäre. Aber ich setze alles daran, ans Ziel zu kommen und
von diesen Dingen Besitz zu ergreifen, nachdem Jesus Christus von mir
Besitz ergriffen hat. Geschwister, ich bilde mir nicht ein, das Ziel schon
erreicht zu haben. Eins aber tue ich: Ich lasse das, was hinter mir liegt,
bewusst zurück, konzentriere mich völlig auf das, was vor mir liegt, und
laufe mit ganzer Kraft dem Ziel entgegen, um den Siegespreis zu bekommen
– den Preis, der in der Teilhabe an der himmlischen Welt besteht, zu
der uns Gott durch Jesus Christus berufen hat. Philipper 3, 12-14
Drei Monate lang habe ich uns Woche für Woche ermutigt Gedanken zum
Thema Nachfolge zu machen. Diese drei Monate sind um. Wir haben diese
Zeit unterschiedlich erlebt: Für manche von uns war es eine geistlich intensive
Zeit, für andere vielleicht eine Zeit der Erstbegegnung mit manchen
Themen der Nachfolge.
Wie geht es nun weiter mit der Nachfolge? Ist das Thema jetzt abgeschlossen?
Die Überschrift der neuen Genfer Übersetzung bringt es auf den Punkt:
Wir sind noch nicht am Ziel, aber wir bleiben auf das Ziel ausgerichtet.
Das Ziel der Nachfolge ist es mein Leben ganz auf Jesus auszurichten. Es
ist ein Ziel, das ich ein Leben lang verfolgen werde. Das Leben fordert
mich täglich heraus. Der Alltag hält immer neue Überraschungen für mich
parat. Und so bin ich täglich darauf angewiesen mein Leben Jesus anzuvertrauen.
Jeden Tag entscheide ich mich neu, dass mein Leben auf Jesus
ausgerichtet bleibt. Deshalb ist die Nachfolge Jesu eine lebenslange Aufgabe.
Paulus schreibt den Christen in Philippi, dass es für die Nachfolge zwei
bleibende Prinzipien gibt:
Paulus schreibt, dass er noch nicht „alles“ erreicht habe. Umgekehrt bedeutet
das aber, dass er einiges schon erreicht hat. Es ist wichtig, dass
wir an dem festhalten, was wir im Glauben und in der Nachfolge bereits
erreicht haben. Es sind die Anker des Glaubens: Unsere Glaubensentscheidung
und die Taufe. Wir sind Gottes Kinder und das kann uns niemand
mehr nehmen.
Dass Paulus das Ziel noch nicht erreicht hat, bedeutet für ihn auch, dass
er alles hinter sich lassen will und sich ganz auf den Weg konzentrieren
will, der vor ihm liegt.
Paulus lässt hinter sich und vergisst die negativen Erfahrungen, die Enttäuschungen,
sein Versagen in der Nachfolge. Der Blick nach hinten, der
danach fragt: Was wäre wenn ich anders gehandelt hätte, wenn ich mehr
geglaubt hätte, der hilft uns in der Nachfolge nicht. Es ist wichtig, dass
wir den Blick nach vorne richten: Wie ist es möglich, dass das Wort Jesu,
sein Plan in mir in der Zukunft immer mehr Raum gewinnen?
In diesem Zusammenhang spricht Paulus vom „Nachjagen“, von der
„Konzentration“ auf das, was vor ihm liegt. Diese Haltung ist auch in unserem
Leben wichtig. Wenn ich in den letzten drei Monaten etwas erkannt
habe oder Entscheidungen getroffen habe, dann braucht es Konzentration
und Hingabe, damit ich diese geistlichen Ziele erreichen kann. Nachfolge
ereignet sich nicht ohne meinen Willen. Paulus vergleicht die Nachfolge
mit einem Lauf. Dieser verlangt nach vollem Einsatz und nach Konzentration.
Mit dieser Haltung wollen wir in den kommenden Monaten unsere Erkenntnisse
und Ziele umsetzen. Diese Haltung wünsche ich auch für unsere Zukunft:
Wir bleiben ein Leben lang in der Nachfolge. Ein Leben lang wollen
wir nach vorne schauen und uns auf das Ziel der Nachfolge konzentrieren.

Pastor Johann Vollbracht


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